Haarausfall
Die
meisten Menschen legen großen Wert auf schönes, volles Haar. Die Frisur
ist Ausdruck der Persönlichkeit und Individualität. Glänzendes und
kräftiges Haar wird mit Jugend und Vitalität assoziiert. Doch im Laufe
des Lebens verändert sich das Haar, sowohl in seiner Farbe, als auch im
Volumen. Wann sich die ersten silbernen Fäden einschleichen, wann sich
die Haarfülle lichtet, ist genetisch bedingt. Bei Haarausfall spielen
jedoch noch eine Reihe anderer Faktoren eine wichtige Rolle.
Haarausfall ist keine Krankheit im herkömmlichen Sinn, sondern entweder
angeboren oder Folge einer Erkrankung. Auch bei der Chemotherapie oder
bei Therapien mit bestimmten Medikamenten können die Kopfhaare
ausfallen.
Da bei zahlreichen Menschen, vor allem bei Frauen, lichter werdendes
Haar zu schweren seelischen Belastungen . Hier kann eher die Kosmetik
Hilfe bringen als die Medizin.
Haaraufbau und Haarzyklus
Haare sind lange Fäden aus Keratin, deren feste Rinde das locker
aufgebaute Mark umhüllt. Die Haarfollikel (die Haarwurzel und alle sie
umgebenden Zellen, die für das Haarwachstum eine Rolle spielen) werden
über ein feines Gefäßnetz mit Nährstoffen versorgt.
Die Haarlänge wird durch die verschiedenen Entwicklungsphasen des
Haarzyklus bestimmt. Die Wachstumsphase dauert 2 bis 6 Jahre, danach
folgt eine zwei- bis dreiwöchige Übergangsphase. Anschließend befindet
sich das Haar in einer ca. dreimonatigen Ruhephase.
Am Ende dieser Ruhephase fällt dann das Haar aus und ein neuer
Haarzyklus beginnt. Erfreulicherweise erfolgt dieser Zyklus nicht bei
allen Haaren gleichzeitig. Täglich treten ungefähr 50 bis 150 Haare in
diesen Zyklus ein, so daß bei ca. 100 000 Haaren am Kopf die Haardichte
nicht beeinträchtigt wird.
Im Durchschnitt wachsen die Haare 1 cm pro Monat und die Haardicke
beträgt ungefähr 0,07 mm. Die Haarfarbe hängt von der Anzahl, Art und
Verteilung der Melanosomen (Haarpigmente ) in der Haarrinde ab.
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