Haarausfall

Haaraufbau

Samstag, 11. Oktober 2008 - 11:28 Uhr

 

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Der Aufbau des Haares

Im Wesentlichen besteht das Haar aus Keratin.

Der sichtbare Haarschaft besteht aus der inneren Markschicht, umgeben von der Faserschicht und der äußeren Hornschicht. Die Markschicht bestimmt die Festigkeit.

Ein großer Teil der Faserschicht besteht aus Keratin (Hornsubstanz). In dieser Schicht befinden sich auch die für unsere Haarfarbe verantwortlichen Melanine (Farbpigmente). Die Faserschicht, die ca. 80 Prozent unseres Haares ausmacht, ist die dickste Schicht. Sie bestimmt die Haarstärke und die Elastizität des Haars.

Die Hornschicht besteht aus Hornplättchen, die schuppenartig übereinander gelagert sind. Sie werden durch eine Kittsubstanz namens Cystin zusammengehalten. Die Hornschicht schützt die inneren Haarschichten. Wird sie und somit das Cystin geschädigt, liegen die Hornplättchen nicht mehr flach an, sondern spreizen sich ab, was eine Strukturschädigung der Haare bedeutet. Gründe dafür können z. B. chemische Einflüsse wie Färben, Dauerwellen und Bleichen sein.

Die Haarwurzel
Die Talgdrüsen im oberen Bereich sondern ein fettiges Sekret ab, mit dem das Haar geschmeidig gehalten wird. Diese Fettversorgung gestaltet sich schwieriger, je länger das Haar ist. Langes Haar ist daher oft an der Kopfhaut fettig und in den Spitzen trocken und braucht eine Extrapflege. In den unteren Bereich der Haarwurzel ragt die Haarpapille hinein, die mit Blutgefäßen versehen ist und das Haar mit Nährstoffen versorgt. An der Oberfläche der Papille sorgt die Keimschicht für die Bildung neuer Haarzellen. Wenn das Haar mit Haarpapille aus der Haut gerissen wird, kann an dieser Stelle kein neues Haar nachwachsen.

Das Haar wird ausschließlich von Innen versorgt. Die beste Voraussetzung für gesundes und kräftiges Haar ist daher eine vernünftige Ernährung mit ausreichender Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, da kosmetische Produkte das Haar nur von außen schützen und pflegen können.

Die Haarwurzel liegt in einer Einstülpung der Haut, dem Haarfollikel. Sie verdickt sich am unteren Ende zur Haarzwiebel, die sich über die Haarpapille stülpt. Hier befinden sich die Mutterzellen (Matrix), die durch Zellteilung den Zellaufbau des Haares bewirken. Dadurch wird ständig neue Haarsubstanz gebildet und zur Hautoberfläche gedrückt. Die Zellen beginnen zu verhornen und bilden so den Haarschaft, der dann ausschließlich aus toten, keratinisierten Zellen besteht.

Wie ein Röhrchen bildet der Markkanal (Medulla) die Mitte des Haares. Oft ist er nur unregelmäßig bzw. gar nicht gefüllt. Bei der Färbung des Haares ist dieser Teil unbedeutend.

Die Schuppenschicht (Cuticula) bildet die äußere Schicht des Haares. Sie besteht aus flachen, plattenförmigen, verhornten Zellen, die das Haar ringförmig umgeben. Fünf bis zehn Schuppenlagen, die dicht übereinanderliegen, halten das Haar "zusammen" und schützen es vor äußerer Belastung. Da die Schuppenschicht transparent ist, schimmern die Farbpigmente durch und können so Licht reflektieren. Trocken ausgedrückt ist das Haar also bloß ein totes, aus verhorntem Eiweiß (Keratin) bestehendes Anhanggebilde der Haut.