Haarausfall

Schwangerschaft Haarausfall bei Geburt

Mittwoch, 22. Februar 2012 - 20:58 Uhr

 

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Haarausfall bei Geburt

In der Zeit der Schwangerschaft sind die Haare vieler Frauen voll und üppig, zudem glänzen sie hervorragend. Ist das Baby jedoch geboren, werden die Haare nicht selten stumpf und fallen sogar büschelweise aus.

Der Grund für diese Entwicklung ist der Hormonhaushalt der Frau. Dieser weist während der Schwangerschaft einen hohen Anteil Östrogen auf, der für eine längere Wachstumsphase der Haare sorgt. Mit der Geburt jedoch reduziert sich der Östrogenspiegel wieder, so dass die Wachstumszeit der Haare wieder verkürzt wird. Haare, die während der Schwangerschaft besonders lange in der Wachstumsphase gehalten wurden, gehen jetzt in die Ruhephase über und fallen nach rund drei Monaten aus. Frauen bemerken den Haarausfall zum Beispiel beim Bürsten der Haare oder beim frisieren. Die Haare fallen nicht selten büschelweise aus.

Dermatologen nennen diese Form des Haarausfalls nach der Geburt diffusen Haarausfall, da er am ganzen Kopf und nicht nur an einzelnen Stellen auftritt. Das Haar wird hierdurch insgesamt ausgedünnt und erreicht wieder seinen Zustand vor der Schwangerschaft. Der Haarausfall nach der Geburt ist daher eine ganz normale Erscheinung. Doch nicht jede Frau ist hiervon gleich stark betroffen, denn der Haarausfall variiert je nach Haarstruktur und Haarfülle. Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft fülliges, dichtes Haar hatten, werden kaum von Haarausfall betroffen sein. Frauen hingegen mit eher dünnem Haar werden den Haarausfall nach der Geburt deutlich stärker bemerken.

Es gibt somit keinen Grund zur Beunruhigung, da sind sich auch Experten sicher. Auch dann, wenn der Haarausfall einmal verstärkt auftritt, kann eine Glatzenbildung ausgeschlossen werden. Frauen sollten also weder mit Angst noch mit Panik reagieren und verschiedene Ärzte aufsuchen, um den Haarausfall zu stoppen. Die Erfahrung zeigt, dass sich der Haarausfall nach etwa drei bis neun Monaten nach der Geburt wieder auf das normale Maß verringert. Aufgrund der kurzen Wachstumszeit dauert es jedoch noch weitere Monate, bis die ausgefallenen Haare wieder nachgewachsen sind.

Sofern der diffuse Haarausfall nach der Geburt auch nach sechs bis neun Monaten anhält, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dann nämlich kann nicht mehr der Hormonhaushalt hierfür verantwortlich gemacht werden, sondern es müssen weitere Ursachen geklärt werden. So kann diffuser Haarausfall auch bei Stress oder Mangelernährung auftreten, auch bei Problemen mit der Schulddrüse oder bei Fehlernährung kann es zu Haarausfall kommen. Es ist daher wichtig, das Betroffene gemeinsam mit ihrem Arzt klären, ob es sich noch um den eher "normalen" Haarausfall nach der Geburt handelt oder ob Medikamente verordnet werden müssen. Bei Mangelernährung, etwa bei zu wenig Eisen im Organismus, können unter anderem Eisenpräparate eingenommen werden. Eine vollständige Ernährungsumstellung auf Lebensmittel mit wenig Fett und vielen Vitaminen und Mineralstoffen kann ebenfalls helfen, das Gleichgewicht im Organismus wieder herzustellen und so den Haarausfall zu stoppen.