Haarausfall

Mann Haarausfall bei Männern

Mittwoch, 22. Februar 2012 - 20:59 Uhr

 

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Haarausfall bei Männern

Nahezu 40% aller Männer sind in ihrem Leben in irgendeiner Form von Haarausfall betroffen. Viele Männer gehen mit dieser Situation gelassen um, denn eine Glatze gilt vielfach als sexy. Doch nicht jeder Mann kann seine Glatze derart akzeptieren und leidet darunter, wenn die Haare ausfallen. In diesen Fällen wird dann zu einer Therapie geraten, um den Haarausfall zu stoppen oder zu begrenzen.

Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, der bei einem Mann auftreten kann. In ca. 95% aller Fälle ist der Haarausfall bei Männern hormonell bedingt. Der Körper produziert dann zu viel des männlichen Sexualhormons Testosteron, welches sich an den Haarwurzeln mit Hilfe eines Enzyms in DHT gewandelt wird. Durch eine Überproduktion von Testosteron oder aber eine Überempfindlichkeit des Körpers gegenüber DHT kann es zu einer Schrumpfung der Haarwurzeln kommen, wodurch die Haare früher als üblich ausfallen. Im Laufe der Zeit stirbt die Haarwurzel dann gänzlich ab, es können keine neuen Haare nachwachsen. Ist der Haarausfall bei Männern hormonell bedingt, beginnt er häufig an den Geheimratsecken und breitet sich dann über den ganzen Kopf aus. Übrig bleibt lediglich ein kleiner Haarkranz. Hormonell bedingter Haarausfall kann medizinisch durch die Gabe von Finasterid, welches auf den Hormonhaushalt des Körpers Einfluss nimmt, behandelt werden. Aber auch östrogenhaltige Haarwässer und Tinkturen können helfen, die Überproduktion von Hormonen zu stoppen.

Obwohl Haarausfall bei Männern häufig hormonell bedingt ist, kann er auch andere Ursachen haben. Diffuser Haarausfall beispielsweise, der nicht auf bestimmte Kopfstellen begrenzt ist, sondern das Haar auf dem gesamten Kopf lichter werden lässt, ist nicht selten auf die Einnahme bestimmter Medikamente oder eine Unterversorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen zurückzuführen. Auch Stress oder Infektionen können für diesen Haarausfall bei Männern verantwortlich sein. Das Absetzen der für den Haarverlust verantwortlichen Medikamente, eine Ernährungsumstellung sowie die Gabe von Nährstoffpräparaten können diesen Haarausfall bei Männern häufig behandeln.

Mediziner haben jetzt herausgefunden, dass der Haarausfall bei Männern auch durch eine Muskelverspannung auf der Kopfhaut verursacht werden kann. Die Haut beim Mann wird bei einer solchen Verspanung derart straff über den Schädel gespannt, dass die Blutversorgung reduziert und somit gleichzeitig die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung sinkt. Hierdurch kann auch das männliche Hormon DHT nicht mehr so gut abtransportiert werden. Es reichert sich in den Haarwurzeln an, wodurch die Haarwurzel wiederum verkümmert.

Letztlich kann Haarausfall bei Männern auch durch eine Autoimmunkrankheit hervorgerufen werden. In diesen Fällen tritt der Haarausfall an begrenzten Orten des Kopfes in kreisrunder Form auf. Man spricht vom kreisrunden Haarausfall. Diese Form des Haarausfalls wird seitens des Arztes durch die Gabe cortisonhaltiger Präparate behandelt, die das Immunsystem beeinflussen.

Haarausfall bei Männern kann also recht unterschiedliche Ursachen haben. Um eine effektive Behandlung vornehmen zu können ist es wichtig, die jeweiligen Symptome sowie die Ursachen der Erkrankung genau zu prüfen, denn nur so können die gewünschten Erfolge erzielt werden.