Haarausfall

Haaraufbau und Haarzyklus

Mittwoch, 10. März 2010 - 14:49 Uhr

 

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Haare

Das Haar kann Auskunft über innere Krankheiten geben. So ist zum Beispiel bei Tieren ein glanzloses Fell ein Zeichen von Krankheit. Auch ein Mensch spürt, dass die Frisur nicht hält, wenn er sich unwohl fühlt. Langsam wachsende Haare können auf eine Schwäche des Nervensystems hinweisen und brüchiges Haar kann eine Folge von Darmstörungen sein. Der Grund für Schuppen kann möglicherweise in einer zu protein- und fettreichen Ernährung liegen, die den ganzen Organismus belastet.

Wie auch die Nägel gehören die Haare zu den sogenannten Hautanhangsgebilden. Sie bestehen aus verhornten, spindelförmigen Zellen, die außen von einer Kutikula (Häutchen) aus dachziegelartigen Hornzellen umgeben sind.
Der sichtbare Teil eines Haares ist der Haarschaft, während die Haarwurzel in der Haut verankert ist. Am unteren Haarwurzelende liegt die Haarzwiebel, das Wachstumszentrum.
Die Haarwurzel befindet sich in der Wurzelscheide, die auch Haarfollikel genannt wird. Daran angeschlossen ist eine Talgdrüse, die dem Haar durch "Fett" Glanz und Geschmeidigkeit gibt.

Haaraufbau und Haarzyklus
Haare sind lange Fäden aus Keratin, deren feste Rinde das locker aufgebaute Mark umhüllt. Die Haarfollikel (die Haarwurzel und alle sie umgebenden Zellen, die für das Haarwachstum eine Rolle spielen) werden über ein feines Gefäßnetz mit Nährstoffen versorgt. Die Haarlänge wird durch die verschiedenen Entwicklungsphasen des Haarzyklus bestimmt. Nach einer Wachstumsphase von 2 bis 6 Jahren folgt eine zwei- bis dreiwöchige Übergangsphase. Danach befindet sich das Haar in einer ca. dreimonatigen Ruhephase.

Am Ende dieser Ruhephase fällt dann das Haar aus und ein neuer Haarzyklus beginnt. Glücklicherweise erfolgt dieser Zyklus nicht bei allen Haaren gleichzeitig. Täglich treten ungefähr 50 bis 150 Haare in diesen Zyklus ein, so daß bei ca. 100 000 Haaren am Kopf die Haardichte nicht beeinträchtigt wird.

Durchschnittlich wachsen Haare 1 cm pro Monat und die Haardicke beträgt ungefähr 0,07 mm. Die Haarfarbe hängt von der Anzahl, Art und Verteilung der Melanosomen (Haarpigmente ) in der Haarrinde ab.

Haarwurzel

Im unteren Bereich der Lederhaut entsteht das Haar an der Haarpapille. Im Bildungsbereich, der Matrix, lagern zahlreiche Melanozyten, die ihre Pigmente an das entstehende Haar abgeben. Dabei bilden die nach oben wandernden keratinreichen Hornzellen den Haarschaft , der sich innerhalb des Follikels zur Hautoberfläche schiebt.

Haarfollikel

Der Haarschaft liegt in einer länglichen Einstülpung der Oberhaut, dem Haarfollikel, an dessen unteren Ende das Haar in der Haarwurzel gebildet wird. In den Follikel mündet eine Talgdrüse und manchmal auch eine Duftdrüse. Am äußeren Rand setzt der kleine Haaraufrichtemuskel an und schließlich umwickeln einige Nervenfasern den Follikel und erfüllen dadurch Tastfunktionen.

Haarschaft

(lat. Scapus pili) Man kann drei Haarsorten unterscheiden:

Terminalhaar

Das sind alle "dicken Haare", wie z. B. das Kopfhaar, Bart-, Nasen-, Ohrenhaare, Wimpern, Augenbrauen und Schamhaar. Terminalhaare sind in ihrem Wachstum hormonabhängig (Pubertät, Geschlechtsbehaarung, Bartwuchs, Glatzenbildung). Im Querschnitt eines Terminalhaares ist eine Dreischichtigkeit erkennbar:

Biologisch aktiv ist nur die Haarwurzel. Sie sitzt unter der Kopfhaut und lässt etwas aus der Haut wachsen, das aus dem toten Material Horn besteht, einer faserartigen Eiweißsubstanz. Die "innere Uhr" der Haare läuft drei bis maximal acht Jahre. So lange befinden sie sich in der Wachstumsphase und werden jeden Monat etwa einen Zentimeter länger - pro Kopf 100.000 bis 130.000 Stück. Danach geht jedes Haar (das in einer taschenförmigen Röhre, dem sogenannten Haarfollikel, steckt) in eine zwei- bis viermonatige Ruhephase über und löst sich dann aus der Wurzel. 50 bis 100 solcher Totalausfälle pro Tag sind normal. Die betroffenen Haarwurzeln bleiben aktiv, jede lässt wieder Haare wachsen.

Was kennzeichnet dünnes Haar?

Es hat im Vergleich zu dickem Haar zwar eine andere Struktur, ist aber genauso gesund! Dünnes Haar ist aber nur halb so dick wie kräftiges Haar und ist viel empfindlicher und leidet daher auch doppelt so stark unter ruppiger Behandlung wie Kämmen, Bürsten, Fönen, scharfkantige Klammern und ist schädlichen Umwelteinflüssen (z.B. Sonne) stärker ausgesetzt.



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