Ernährung bei Haarausfall
Die Ursachen von Haarausfall können vielfältig sein. Neben
hormonellen Störungen spielt auch die Ernährung sowie die
Versorgung des Körpers mit Nährstoffen und Mineralien eine
wichtige Rolle. So kann eine ausreichende Nährstoffversorgung
auch dazu führen, dass hormonelle Veränderungen im Organismus
gar nicht erst auftreten und so auch hormonell bedingter
Haarausfall mitunter vermieden werden kann.
Mit richtigem Essen ist es somit durchaus möglich,
Haarausfall zu vermeiden oder aber zu reduzieren bzw. zu
stoppen. Ursachen für Haarausfall können unter anderem Probleme
mit der Verdauung sein. Bei einer geschädigten Darmflora oder
aber bei einem Mangel an Magensäure kann die aufgenommene
Nahrung nicht richtig verarbeitet werden, wodurch auch die
Nährstoffversorgung nicht vollständig ermöglicht werden kann.
Der Körper muss so auf wichtige Mineralien, Spurenelemente und
Vitamine verzichten, die auch für den Haarwuchs mit
verantwortlich sind. Eine Darmreinigung sowie die Einnahme von
Probiotika können hierbei sehr hilfreich sein.
Aber auch zu fettes Essen kann die Ursache für Haarausfall
sein. Männer, die ihre Ernährung von sehr fettreich auf fettarm
umstellen, konnten nicht selten einen deutlich geringeren
Haarverlust beobachten. Schließlich steigert eine fettreiche
Ernährung mit viel Fleisch auch den Testosteron-Spiegel, der
wiederum für die Glatzenbildung verantwortlich gemacht wird.
Vielfach ist Haarausfall auch auf eine Fehlfunktion der
Schilddrüse zurückzuführen. Nahrungsmittel mit viel Vitamin A
und Jod können helfen, den Körper dennoch mit ausreichend
Nährstoffen zu versorgen. Betroffene sollten unter anderem
Karotten, aber auch naturbelassene, kaltgepresste Bio-Öle
wählen. Auch Vitamin-A-Präparate können sich vorteilhaft
auswirken. Im Fall von Blutarmut und Eisenmangel ist es
ebenfalls wichtig, auf die verwendeten Lebensmittel zu achten.
Eisenreiche Lebensmittel wie Leber, Lebertran oder Bierhefe
sollten bevorzugt werden, um den Körper so mit blutbildenden
Lebensmitteln versorgen zu können. Weitere eisenreiche
Lebensmittel sind Leinsamen, Sesam und Sonnenblumenkerne, die
auch sehr gut als Knabberei zwischendurch gegessen werden
können.
Bei Haarausfall ist es also sinnvoll, die gesamte Ernährung zu
überprüfen und gegebenenfalls umzustellen. Stark zuckerhaltige
Speisen und Getränke sollten dabei ebenso gemieden werden wie
Tofu, tierisches Eiweiß und Milchprodukte. Soja hingegen kann
das Haarwachstum anregen. Es ist jedoch wichtig darauf zu
achten, dass vorwiegend fermentierte Sojaprodukte wie
Sojajoghurt oder Miso gewählt werden. Unfermentierte
Sojaprodukte wie Sojamilch oder Tofu sollten gemieden werden, da
diese weniger verträglich sind. Auch Nüsse, Gemüse und
Trockenfrüchte wirken sich positiv auf den Organismus aus.
Ein ebenfalls sehr wichtiger Nährstoff für das Haar ist
Silizium. Forscher haben herausgefunden, dass eine entsprechende
Kur Haarausfall deutlich verlangsamen kann. Silizium kommt
beispielsweise in Hirse, Hafer und Gerste vor, aber auch in der
Schale von Kartoffeln ist Silizium zu finden. Alternativ können
Shampoos gewählt werden, die organisches Silizium enthalten und
so ebenfalls der Glatzenbildung vorbeugen können.
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