Haarausfall

Haarausfall hormonell bedingter Haarausfall

Mittwoch, 22. Februar 2012 - 21:01 Uhr

 

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Hormonell bedingter Haarausfall

Ärzte diagnostizieren bei Haarausfall nicht selten eine hormonelle Störung, die durch Unstimmigkeiten im Hormonhaushalt auftritt. Vielfach findet man in diesen Fällen eine Überempfindlichkeit gegenüber dem männlichen Sexualhormon Androgen. Die Haarwurzel kann hierdurch stark beeinträchtigt werden, so dass hormonell bedingter Haarausfall früher oder später zur Bildung einer Glatze führt.

Hormonell bedingter Haarausfall kann sehr unterschiedlich verlaufen. Vielfach zeigen sich erste kahle Stellen am Oberkopf, an den Schläfen oder den Geheimratsecken, die sich stetig vergrößern. Da Hormonell bedingter Haarausfall aufgrund einer Überempfindlichkeit des Körpers gegenüber männlichen Sexualhormonen auftritt, sind in erster Linie Männer betroffen. Aber auch bei Frauen tritt hormonell bedingter Haarausfall auf. Sie leiden häufig deutlich mehr unter diese Situation als Männer, denn bei Männern sind lichte Haare im Alter schick und sogar interessant, bei Frauen hingegen stellt die Glatzenbildung einen nicht geringen optischen Makel dar.

Ist der Haarausfall hormonell bedingt, erhalten Männer von ihrem Hausarzt häufig das Medikament Finasterid, welches den DHT-Spiegel im Körper normalisieren soll. Es hemmt dessen Bildung und sorgt so häufig dafür, dass der Haarausfall gestoppt werden kann. Das Nachwachsen der Haare jedoch ist meist nicht mehr möglich, da die Haarwurzeln dauerhaft geschädigt wurden. Voraussetzung für den Erfolg des Mittels ist eine lebenslange Einnahme. Wird das Medikament abgesetzt, kommt es im Körper häufig zu einer Überproduktion von DHT, so dass die Haare im Anschluss deutlich schneller ausfallen. Alternativ zu Finasterid wird mitunter auch das Mittel Minoxidil eingesetzt, wobei die Nebenwirkungen hier deutlich größer sind.

Beide genannten Medikamente werden lediglich bei Männern eingesetzt. Tritt hormonell bedingter Haarausfall bei Frauen auf, geht man häufig von einer Überproduktion männlicher Geschlechtshormone aus, die durch die Gabe von Medikamenten reduziert werden können. Hierdurch ist es auch möglich, dass der Haarausfall gestoppt wird. Zu den möglichen Nebenwirkungen können Brustwachstum, Verminderung des Geschlechtstriebs oder eine Verminderung der Muskulatur gehören.

Da der Hormonhaushalt im Körper immer auch mit dem Säuren-Basen-Gleichgewicht zu tun hat, besteht mitunter auch die Möglichkeit, diesen Haushalt ohne Medikamente zu regulieren und so positiven Einfluss auf den hormonell bedingten Haarausfall zu nehmen. Ein ganzheitliches Konzept, welches sich nicht nur auf die Symptome, sondern auch auf die Ursachen der Hormonschwankungen konzentriert, konnte bereits vielen Betroffenen helfen. Wird hormonell bedingter Haarausfall auf diese Weise behandelt, sollten verschiedene Maßnahmen zusammengefasst werden, um die gewünschten Ergebnisse zu erreichen. Neben einer Ernährungsumstellung sollten auch eine Entsäuerung sowie eine Stressbewältigung zur Therapie gehören, basische Haar- und Körperpflege können sich ebenfalls positiv auswirken.